Googles Friedhof der großen Ankündigungen und gescheiterten Internetdienste wächst weiter – bei Stadia gibt es aber Unklarheiten.

Erst kündigte Google überraschend mit eigenen Entwicklerstudios eine große Zukunft für Stadia an. Lange hat es nicht gedauert, sind die eigenen Studios wieder Geschichte und Stadia ausschließlich auf die Inhalte externer Publisher/Entwickler angewiesen. Dabei soll es gar nicht so schlecht gelaufen sein, verraten einige Personen aus dem Umfeld gegenüber der internationalen Presse.

Nicht nur wegen der verlorenen Jobs scheint die Schließung der Stadia Studios intern äußerst umstritten gewesen zu sein. In E-Mails hieß es wenige Tage vor dem Ende von „Stadia Games and Entertainment“ noch eher positiv, dass das Projekt „große Fortschritte beim Aufbau eines vielfältigen und talentierten Teams und beim Aufbau einer starken Aufstellung exklusiver Stadia-Spiele erzielt habe“.

Google vergrault Entwickler, dessen Stadia-Spiel bestimmt ein Bestseller geworden wäre

Stadia entwickelt keine eigenen Spiele mehr – gab es je eine echte Chance?

Nur wenige Tagen nach diesen positiven Nachrichten folgte das Ende, von dem viele Mitarbeiter überrascht worden sind. Derweil bleibt unklar, warum Google das Projekt so schnell wieder beendet hat. Steigende Kosten sind ein Grund, doch sicher nicht der einzige. Man gab nicht einem eigenen Spiel eine Chance, da die Entwicklung für gewöhnlich mehrere Jahre dauert. Für ein Fazit, das Projekt geht nicht auf, wären die rund zwei Jahre des Studios deutlich zur kurz.

Längst nicht am Ende: Stadia soll mit vielen Spielen punkten – Google verkündet 100 neue Spiele

Schon von Beginn an war Stadia umstritten, weil anfänglich viele Funktionen fehlten und Google sich augenscheinlich nicht um den gewünschten Erfolg bemühte. Stadia wirkt bis heute wie eine sehr gute Idee, ist darüber allerdings kaum hinausgewachsen. Ich selbst tue mich seit Monaten schwer mit meinem Testbericht. Dabei bin ich mir unsicher, wie ich Stadia nun einordnen soll. Auch intern soll Stadia von Google zu wenig Liebe und Organisation erfahren haben.

via Kotaku

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Denny Fischer

Gründer und amtierender Chef von SmartDroid.de, bloggt hier und nur hier seit 2008. Alle Anfragen an mich, in den Kommentaren oder über die verlinkten Netzwerke.

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