Es gibt gute und schlechte Nachrichten beim Polestar 3, dem „Luxus SUV“ der Volvo-Schwester. Denn mit dem Wechsel auf eine 800-Volt-Architektur verlieren die „alten“ Bestandsmodelle massiv an Wert, während Käufer der neuen Variante massiv von schnelleren Ladezeiten profitieren.
Der größte Unterschied der neuen Architektur wird am Schnelllader zu sehen sein. Hier gibt es ein Upgrade von maximal 250 auf 350 kW. Ein Ladevorgang von 10 auf 80 % dauert trotz der recht großen Batterie jetzt nur noch 22 Minuten. Das ist natürlich ein riesiges Upgrade im Vergleich zu den vorherigen 30 Minuten, die beim alten Modell möglich gewesen sind.
Schnelleres Nachladen und Auswirkungen auf den Gebrauchtmarkt
Polestar verspricht bei einem kurzen zehnminütigen Stopp bis zu 38 % der Reichweite nachladen zu können, wobei das natürlich ein bisschen von der Konfiguration abhängt, die ihr euch dann bestellt.
Da man jetzt das neue Modell mit 800 Volt einführt, wird kaum noch jemand das alte Modell kaufen wollen. Neu sowieso nicht – klar, das gibt es dann nicht mehr – aber auch gebraucht werden die Preise sehr wahrscheinlich fallen, denn das ist dann schon ein ordentlicher Unterschied. Viele werden ein Luxus-SUV, so bezeichnet es Polestar selbst, nicht mit alter Technologie kaufen wollen.
Ich weiß, dass diese acht Minuten Schnellladen sich nicht nach einem großen Vorteil anhören, aber wer auf der Langstrecke unterwegs ist und ein oder vielleicht sogar zweimal laden muss, der wird dann schon merken, dass die Ladegeschwindigkeit eben doch einen entscheidenden Unterschied machen kann. Ich finde schon, dass es einen großen Unterschied macht, ob man für die Ladezeiten insgesamt 20 bis 40 Minuten steht oder gar auf über eine Stunde kommt.
Umfassendes technisches Upgrade bis ins Detail
Polestar verspricht außerdem eine neue Technologie namens „Breathe Charge“, die noch genauer die Leistung der Batteriezellen steuern kann, weil sie in Echtzeit auf Temperaturen und andere Faktoren schaut, die für das Laden entscheidend sind. Eine der größten Herausforderungen ist es immer noch, dass das Schnellladen zuverlässig klappt und nicht nur bei perfekter Planung.
Polestar hat außerdem zentrale Hardware-Komponenten wie die Motoren, Batterien, Wechselrichter sowie die gesamte Verkabelung des Fahrzeugs erneuert. Man kann durch die höhere Spannung die thermische Belastung reduzieren, was der Effizienz des Antriebs gut getan hat, wie Polestar schreibt.

Sorry, aber diese ganze Schnellladethematik wird imho viel zu hoch bewertet. Ja, es sind Unterschiede, aber mal ehrlich. Selbst bei drei Stops mit 3 x 8 Minuten mehr, das macht das Auto doch nicht wirklich schlechter. Aber scheinbar zählt in dieser hektischen Zeit selbst bei Privatmenschen „jede Sekunde“. Ich verstehe es nicht.