Volvo plant neues Design: „Retro“ ist der neue Schick – inkl. mehr Bedientasten statt Touch

Volvo EX60 Licht

In den letzten Jahren haben die Autohersteller in Europa einige neue Designs probiert und sich dann doch oftmals zurück zu alten Werten besinnt. Volvo will zum Jubiläum 2027 ebenfalls einen neuen Look vorstellen, sich dabei jedoch direkt an der historischen Identität orientieren.

Volvo hat in den letzten Jahren meines Erachtens ohnehin nichts verrücktes probiert, jedenfalls nicht so absurde Designs wie VW beim ID.3 oder Mercedes beim EQS hervorgebracht hatten. Die künftige Designsprache, die Volvo zum 100. Geburtstag einführen möchte, soll vor allem traditionelle Erkennungsmerkmale mitbringen.

Volvo Teaser

Volvo will außerdem einen neuen Weg gehen, indem die Regionen aufgeteilt werden. Ein Volvo für Europa könnte künftig anders als ein Volvo in China aussehen. Das sehen wir auch gerade bei einigen VW-Modellen in China und bei der Submarke AUDI von Audi.

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Abgesehen davon soll es im Innenraum ein aufgefrischtes Bedienkonzept geben und auch das soll sich am alten Europa orientieren. Der von Polestar zurückgekehrte Chefdesigner plant in künftigen Volvo-Modellen wieder mehr deutlich mehr echten Schaltern und Tasten. Eine Reaktion auf Kritik von Journalisten und Kunden, dass es zuletzt zu viel Touch gab.

„wir müssen unseren Kunden zuhören und anerkennen, dass die Art und Weise der Interaktion in heutigen Autos, offen gesagt, nicht geschätzt wird“

„Die Überbetonung von Bildschirmen und der Interaktion mit ihnen ist etwas, das Kunden und Journalisten heftig kritisieren, und wir müssen eine bessere Harmonie, ein besseres Gleichgewicht zwischen der Interaktion mit unserem digitalen Gerät und der physischen Interaktion anstreben.“

Als Leitprinzip gilt künftig, dass alle Funktionen, die dauerhaft sichtbar sein müssen, nicht auf den Bildschirm gehören, sondern über dedizierte Tasten bedient werden sollten. Dennoch bleibt der Touchscreen ein sehr zentrales Element, aber eher für zweitrangige Funktionen und Inhalte.

„Mein Dogma lautet: Jede Funktion, die man ständig auf dem Bildschirm anzeigt, sollte nicht auf dem Bildschirm sein. Beim Bildschirm geht es um Flexibilität und darum, das anzuzeigen, was man nicht ständig anzeigen muss. Es geht also darum, den Touchscreen für das zu nutzen, wofür er gut ist, und ein paar mehr Tasten als in heutigen Autos wiedereinzuführen.“

Volvo hatte angekündigt, dass es allein in Europa bis 2030 bis zu sechs neue Modelle geben wird, darunter womöglich auch komplett neue Autos wie ein EX50. Eine elektrische Limousine, die wirklich flach ist, könnte in Form des ES60 kommen. (via Autocar)

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