Viele größere und bekannte Namen aus China sind in Europa angekommen und auch Xiaomi macht sich mit seinen Elektroautos auf den Weg. Nun ging die globale Webseite für Xiaomi EVs an den Start und man sucht nach Händlern.
Wie auch BYD und Co., wird Xiaomi für den Vertrieb und den Verkauf seiner Elektroautos in Europa auf bekannte Händler setzen. Somit lässt sich schnell ein umfangreiches Netz aus erfahrenen Leuten und Geschäftsstellen realisieren. Ziel dürfte es sein, ein sehr dichtes Netz aufzubauen.
BYD will zum Beispiel, dass Kunde künftig in Deutschland in höchsten 15 Minuten Entfernung den nächsten BYD-Händler vorfinden. Das ist ein ambitioniertes Ziel, aber nur so kommt man gegen die großen Marken an, die in Europa seit Jahrzehnten etabliert sind und ein sehr dichtes Netz aus Handel und Service haben.
SmartDroid.de bei Google folgenXiaomi geht das vielleicht nicht so ganz so groß an, die Marke sich auch eher im Premium-Segment positionieren. Ein Auto für 20.000 Euro wird man dort nicht finden, wie es etwa bei BYD der Fall ist. Händler, die Interesse an Xiaomi haben, können sich gerade über ein Partnerportal mit dem Hersteller in Verbindung setzen.

Xiaomi ist in Europa bzw. Deutschland bereits stationiert, in München hat man ein großes Zentrum für Forschung und Entwicklung etabliert. Dort sind einige bekannte Namen der Branche vertreten, die Erfahrung von früheren Positionen bei Lamborghini, Porsche und BMW einbringen.

Abseits von Verkauf, Service und Aftersales muss Xiaomi seine Fahrzeuge an europäische Bedürfnisse anpassen, zum Beispiel im Bereich der Software. Die chinesischen Lösungen sind in Europa irrelevant. Hier stellt sich zum Beispiel die Frage, ob eigene Lösungen oder etwa Google-Software eingesetzt wird.
Deutschland gilt als Leitmarkt in Europa und könnte der erste Standort von Xiaomi sein, der 2027 den Kauf von elektrischen Xiaomi-Fahrzeugen möglich macht. Die aktuellen Händler wie „Auto China“ agieren auf eigene Faust und importieren chinesische Fahrzeuge nach Europa.
