Leute von Toyota und anderen „alten“ Herstellern äußerten sich in der Vergangenheit schon öfter erstaunt darüber, wie günstig und fortschrittlich vor allem einige chinesische Hersteller ihre Autos produzieren. Aber man darf nicht nur reden und erstaunt sein, es muss aufgeholt werden.
Toyota will das schaffen und zwar ebenfalls durch den Einsatz der Gigacasting-Methode. Dabei werden große Autoteile in wortwörtlich gigantischen Pressen in einem Arbeitsschritt produziert, sie werden nicht mehr in Hunderten Einzelteilen gefertigt und geschweißt. Das spart massiv Zeit, Arbeitsaufwand und Geld, erfordert jedoch eine neue Konstruktion bei den Autos.
Toyota setzt auf die neue Technologie, wobei sie vor allem Tesla schon länger einsetzt, zuerst in China bei einem kommenden Lexus-Modell. Das ist für Toyota sehr überraschend, denn eigentlich hat Toyota in der Vergangenheit immer zuerst auf den heimischen japanischen Markt gesetzt und ging dann global.
SmartDroid.de bei Google folgenDie neueste und beste Toyota-Technologie gibt es künftig also zuerst in China, denn der Markt ist wichtig und wächst extrem. Wer dort nicht mithalten kann, der gibt einen extrem hohen Absatzmarkt auf. China verlangt jedoch neueste Technologie und trotzdem niedrige Preise, die „alte Technik“ kauft dort kaum noch jemand.
Ein weiterer Vorteil der Gigacasting-Produktion ist das niedrigere Gewicht des fertigen Autos insgesamt. Gerade bei Elektroautos ist das wichtig, um die Reichweite zu erhöhen und das ohne noch größere Batterien zu integrieren, die wiederum extrem teuer sind und außerdem das Gewicht erhöhen.
Wir sehen gerade bei VW am besten, dass man in Europa wohl noch die alte Technologie verkaufen kann. Auch der neue ID Tiguan ist auf 400 Volt und hat einige Nachteile der letzten Jahre wieder dabei, während in China für neue Autos brandneue Elektroauto-Plattformen in Rekordzeit realisiert worden sind. (via Nikkei)
Lesenswert: Toyota Corolla: Elektroversion soll Niederlage gegen China abwenden
