Interessante Kamera-Lösung: In kreativen und schlauen Köpfen können verrückte Ideen wachsen, das bestätigt ein frisches Samsung-Patent.

In den vergangenen Jahren haben sich die Smartphone-Hersteller mit ihren Ideen für Frontkameras einen regelrechten Schlagabtausch geliefert. Kameras konnten sich drehen, wurden in das Gehäuse eingefahren, hinter dem Display per Slider versteckt, waren unterhalb des Displays platziert und sind jetzt erstmals auch hinter dem Displayplanel versteckt. Bislang hatte sich keine Alternative ernsthaft durchgesetzt, der Standard bleibt die sichtbare Kamera vorn und hinten. Aber es gibt noch andere kreative Ideen.

Es ist jetzt ein Patent von Samsung aufgetaucht, welches die Under-Screen-Kamera neu interpretiert. In diesem Fall wird das Display im Bereich der Frontkamera nicht transparent gestaltet, damit die Kamera hindurchblicken kann. Stattdessen wird ein Teil des Displays „aus dem Weg gefahren“. Im großen Display gibt es ein Loch, das von einem kleinen Zusatz-Display solange gefüllt ist, bis die Frontkamera zum Einsatz kommt. Aktiviert sie der Nutzer, fährt das kleine Loch-Display im Inneren nach unten.

Animation mit vereinfachter Darstellung der Idee:

Frontkamera in Smartphones: Mechanische Lösungen waren bislang kein Erfolg

Das kleine Zusatz-Display soll mehr oder weniger unabhängig vom restlichen Display sein, also eine gesonderte Anzeige für Informationen wie Uhrzeit, App-Benachrichtigungen, etc. bieten. Es handelt sich trotzdem um ein Touchdisplay, das auf Berührung reagiert und Aktionen für das große Display ausführen kann. Obwohl das Patent ziemlich neu ist, gebe ich Mechaniken dieser Art keine große Chance. Deutlich simplere Lösungen haben sich bislang auch nicht durchsetzen können.

Obwohl diese Idee anhand eines Smartphones dargestellt ist, könnte sie vielleicht in anderen Bereichen mal praktisch sein. Vielleicht habt ihr eine gute Idee?

Quelle Wipo via LetsGoDigital

Denny Fischer

Gründer Smartdroid.de, bloggt seit 2008 täglich über Smartphones, Android und ähnliche Themen.