Den meisten wird es gar nicht sofort aufgefallen sein, doch im neuen Skoda Peaq setzt der Hersteller auf ein neues Bildschirmformat und integriert den großen Screen in der Mitte des Fahrzeugs jetzt mit vertikaler Ausrichtung. Aber warum dieser Sinneswandel?
Denn die letzten Elektromodelle wie Epiq und Elroq haben einen Bildschirm im Querformat, so wie ihn vor allem Tesla etabliert hat und immer mehr Hersteller sind auf den Zug aufgesprungen. Skoda sieht in beiden Formaten wohl einen Vorteil und begründet auch den vertikal ausgerichteten Bildschirm.
Bei Skoda meint man, dass der vertikale Bildschirm die Navigationsansicht höher und damit besser in das Sichtfeld des Fahrers bekommt. Das gilt auch für weitere Fahrdaten, die Skoda oben auf dem Bildschirm anzeigt. Weitere Funktionen sind zugleich durch die tiefere Position für die Hände besser erreichbar. Generell würde die vertikale Ansicht mehr Übersicht bieten können.
SmartDroid.de bei Google folgenAllerdings raubt der vertikal ausgerichtete Bildschirm viel Platz, die Bedieneinheit für die Klimaanlage finden wir deshalb an einem eher ungewöhnlichen Ort in der Mittelkonsole und außerdem hat man sich hier für Kippschalter statt Drehregler entschieden – anders als bei vergleichbaren Modellen wie Kodiaq oder Superb.
Zumindest bei der Navigation sieht man auch die Karte auf dem kleinen Bildschirm hinter dem Lenkrad, das Argument für die bessere Sicht auf dem großen Bildschirm lassen wir daher nur bedingt gelten. Würde man das kleine Display näher zu Windschutzscheibe positionieren und Head-Up streichen, müsste der Fahrer noch weniger von der Straße wegschauen.
Die absolute Besonderheit ist jedoch, dass man den großen Bildschirm in die horizontale Ansicht drehen kann, womit sich zum Beispiel besser YouTube gucken lässt. Skoda hielt dieses Detail bislang geheim und außerdem ist die Software nicht fertig, automatisch gedreht haben sich die Bildschirminhalte jedenfalls beim Versuch von Motoreport noch nicht.

Der drehbare Bildschirm wäre jedenfalls die perfekte Lösung generell (wie bei Smartphone und Tablet), bislang ist das jedoch selten zu sehen. BYD bietet das zum Beispiel an. (via Autoweek)
