Schaut man sich zum Beispiel den neuen ID Aura T6 an, dann könnte das auch problemlos ein kompaktes SUV für Europa sein. Der Unterschied? Es wurde komplett in China entwickelt. Der Vorteil gegenüber dem deutschen Angebot: Es wird deutlich günstiger realisiert.
Genau dieser Punkt führt weiterhin hinter den Kulissen bei VW dazu, dass das Unternehmen über chinesische Modelle in Europa nachdenkt. Was vor einem Jahr noch kategorisch ausgeschlossen wurde, ist nun erneut Teil eines 147 Seiten starken Dossiers zur Rettung des VW-Konzerns.
VW verkauft deutlich weniger Autos insgesamt und produziert unterm Strich zu teuer. Das operative Ergebnis könnte in den nächsten Jahren von schwarzen in die roten Zahlen rutschen. Nun geht es um die Rettung des Konzerns. Werke und Unterfirmen bzw. Projekte wie Cariad oder Moia sollen geschlossen werden.
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VW zeigte sich zuletzt doch offen gegenüber chinesischen Modellen für Europa, denn sie sind deutlich günstiger als die europäischen Plattformen. WiWo schreibt jedoch, dass dieser Weg auch deshalb wohl überlegt sei, weil VW dafür über einen Schatten springen müsste und am eigenen Image kratzt. Die chinesischen Plattformen sind komplett in China entwickelt, kein deutsches Produkt aus Wolfsburg.
Aber wie wir und andere in den letzten Jahren schon berichteten, ist bereits die Entwicklungsarbeit in China wesentlich günstiger als in Europa bzw. „im Westen“. Und gemeinsam mit Xpeng hat man neue Plattformen in Rekordzeit realisiert, die den europäischen MEB-Lösungen überlegen sind. Unter anderem sind die günstigeren LFP-Batterien hier längst Standard.

Ich denke da besonders in den nächsten Jahren an den Wechsel auf SSP. Die neue Plattform soll konzernweit eingesetzt werden, aber ihre Entwicklungszeit hat sich bereits um Jahre verlängert. Stattdessen könnte man einfach nehmen, was in China heute schon existiert und je nach Bedarf in künftigen Modellen einsetzen.
