Von einer Hintertüre in der Verschlüsselung moderner Messenger-Apps halten die Nutzer nicht viel, auch die Kanzlerin findet deutliche Worte.

Unter dem Vorwand der Sicherheit möchten einige Politiker in Europa die bisherige Ende-zu-Ende-Verschlüsselung vieler moderner Apps und Anwendungen aufbrechen. Bis dato sind Nachrichten von außen nicht lesbar, die etwa über WhatsApp versendet werden. Die hohe Verschlüsselung wird nur direkt auf den Endgeräten der Nutzer geöffnet und auch wieder verschlossen. Aber das soll sich in Zukunft ändern, fordert jedenfalls ein Teil der europäischen Politik.

Jetzt wollen sie mitlesen: Sind Messenger-Apps wie WhatsApp bald von außen mitlesbar?

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Es werden Hintertüren gefordert, um die Verschlüsselung von Messenger-Apps „in der Mitte“ im Bedarfsfall doch zu öffnen. Natürlich schiebt man die allgemeine Sicherheit als Grund nach vorne, um Terror zu verhindern und Straftaten verfolgen zu können. Die Bundeskanzlerin sagte jetzt mit einem saloppen Satz, was die Problematik an diesem Vorhaben ist und vertritt damit eher die Bürger als die Behörden.

Naja man möchte nicht abgehört werden, nech?

Es sei für die Terrorfahndung und Ähnliches nicht so gut, wenn alles mit einer Ende-zu-Ende-Verschlüsselung ausgestattet ist. Aber der Kunde möchte diese Anwendungen natürlich gerne ohne Fehlstellen verwenden, fügt die Kanzlerin ihrem Statement an. Und so einfach ist es am Ende, man sollte insbesondere die Wünsche der Bevölkerung berücksichtigen und nicht nur die feuchten Träume der Strafverfolgungsbehörden.

Es ist doch in einer Demokratie gerade gut, dass Bürger modern und sicher kommunizieren können. Außerdem ist auch für die Konzerne bei der kompletten Verschlüsselung nicht möglich, unsere Nachrichten lesen und analysieren zu können. WhatsApp ist als populärster Messenger im Fokus, denn dahinter steht mit Facebook eines der datenhungrigsten Unternehmen der Welt. So wäre doch allein deshalb schlau, die Verschlüsselung nicht anzutasten,

Denny Fischer

Gründer Smartdroid.de, bloggt seit 2008 täglich über Smartphones, Android und ähnliche Themen.

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1 Kommentar

  1. Es gibt halt zu wenig digitale Opposition, z.B. in Form von Piratenpartei um da einen gewissen Gegenpol zu den Überwachungsforderungen zu bieten und die Sache mehr in ein Gleichgewicht der Kräfte zu überführen. Verschlüsselung ist wichtig und muss geschützt werden.

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