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ARD & ZDF: funk ist neues Portal für junge Leute, Zielgruppe noch gesucht

ARD und ZDF versuchen sich mal wieder mit einem jungen Programm im Internet, mit funk geht ein neues Portal für junge Leute an den Start, das aber direkt zu Beginn eine klare Linie vermissen lässt. Noch tun sich die Rundfunkanstalten schwer, auch junges Publikum für sich zu gewinnen, denn Sendungen wie Neo Magazin Royale oder extra 3 bleiben eine Ausnahme in den Spartensendern. Im Web das gleiche Bild, für junges Publikum gibt es nur wenig.

Mit funk startet man einen neuen Versuch ein Portal auf die Beine zu stellen, das Publikum ab 30 und abwärts begeistern soll. Unter anderem gibt es eine neue Android-App für funk, in welcher wir Inhalte unterschiedlichster Art finden sollen. Ebenso ist ein brandneues und sogar modernes Webportal gestartet.

Eine klare Linie lassen die Inhalte aber vermissen, zudem ist die optische Gestaltung der App für Anfänger geeignet, nicht aber für junge Leute ab 18, die sich gern richtig informieren wollen. Stories mit buntem Mix aus Bildern und einzelnen Absätzen machen keinen Spaß zu lesen. Man muss mehr wischen, als man lesen kann.

funk app

Inhalte, die ich mag oder später lesen bzw. anschauen möchte, kann ich per „Keep“ (nach unten wischen) in einen „Später lesen“-Bereich schmeißen, weniger interessante Inhalte per „Kick“ (nach oben wischen) komplett entfernen. Natürlich fehlt diese Funktion im Web derzeit noch, hier muss eine Synchronisierung her!

funk app

Web, Formate, Serien

Im Web sieht der Aufbau etwas anders aus, deren Webseite ist besser strukturiert aufgebaut und bietet schnellen Zugriff auch auf die eigenen Formate. Neben wissenswerten Stories gibt es nämlich viele Videoinhalte, teilweise selbst produzierte, mit Youtubern erstellte und eingekaufte Serien.

Aber auch hier wird klar, dass man viele Zielgruppen vermischen will. Da gibt es das Format „Fickt euch!“, in dem unter anderem über Selbstbefriedigung gesprochen wird. Kein Titel für Teenies, andererseits wird das Thema wie für Teenies besprochen. Es fehlt auch hier die klare Linie. „Auf Klo“ ist ein ähnliches Beispiel, ein Format für junge Mädchen und nicht unbedingt erwachsene Frauen.

Irgendwie fühle ich mich auf funk direkt nicht gut aufgehoben, zu viele buntgemischte Formate, die ich im Web und in der App nicht favorisieren oder nur halbherzig abspeichern kann. Es gibt aber immerhin bei den YouTube-Formaten einen Link zu den YouTube-Channels, wobei ich mich dann frage, wofür funk gut sein soll? Eine Linkschleuder für YouTuber?

funk web