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Android

EU will Google für Android an den Kragen, nächste Strafe droht

Denny Fischer

Veröffentlicht

am

Android Header 2017

Nach einer unverhältnismäßigen Rekordstrafe für Google, droht durch die EU bald der nächste Ärger. Diesmal will man Google für Android an den Kragen, denn das US-Unternehmen zwingt mit seiner Marktmacht die zahlreichen Smartphone-Hersteller dazu, dass sie auf ihren Android-Geräten die Google-Dienste vorinstallieren. Grob umrissen stimmt das sicher auch, weshalb die EU nun das Thema besonders forsch angeht.

Im Zusammenhang mit dem Betriebssystem Android hat die Kommission die Sorge, dass Google bei einer Reihe von Anwendungen und Diensten für mobile Geräte im Rahmen einer allgemeinen Strategie die Auswahl verringert und Innovationen verhindert, um seine beherrschende Stellung im Bereich der allgemeinen Internetsuche zu schützen und auszubauen.

Reuters berichtet in diesen Tagen, dass sich die EU extra eine Reihe an Experten ins Haus geholt hat, um den Fall rundum Android jetzt gesondert zu prüfen und sich damit auch eine zweite Meinung einzuholen. Es wird eine Strafe noch für 2017 erwartet, die höher als die zuletzt angesetzten 2,4 Milliarden Euro, die es für Google Shopping gab, ausfallen könnte.

Google hätte Android und den Play Store längst vom Rest entkoppeln müssen, doch Partner müssen bei Installation des quasi unverzichtbaren Google Play Stores auf den eigenen Geräten auch zahlreiche andere Google-Apps vorinstallieren und gehen im Zuge dessen vermutlich eng geschnürte Verträge mit Google ein. Das prangert die EU seit einiger Zeit an, zuletzt berichteten wir im Oktober 2016.

Android-Geräte ohne Google-Apps? Für die meisten quasi undenkbar, auch weil Dienste wie die Google-Suche, YouTube und Gmail inzwischen einen unfassbaren Stellenwert in der digitalen, westlichen Gesellschaft haben. Anders sieht das die EU, da möchte man wohl gern Android-Geräte ohne vorinstallierte Google-Apps sehen – für einen fairen Markt und mehr Innovationen.

[via Reddit]

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